Informationen über den Kirchenvorstand

Zusammensetzung

Der Kirchenvorstand wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Kirchengemeinde gewählt. Wählbar sind Mitglieder der Gemeinde, die mindestens 18 Jahre alt sind. In direkter Wahl werden acht Mitglieder bestimmt, zwei weitere Mitglieder werden von den Pfarrern und den acht gewählten Mitgliedern in der ersten Sitzung berufen. Die nicht gewählten Kandidatinnen und Kandidaten gehören dem so genannten erweiterten Kirchenvorstand an, d.h. sie nehmen an den Sitzungen teil, haben aber kein Stimmrecht.

Aufgaben

Der Kirchenvorstand hat nach § 21 der Kirchengemeindeordnung (KGO) der Evang.-Luth. Kirche in Bayern im Rahmen der kirchlichen Ordnungen vor allem

  • über die Gestaltung der Gottesdienste und liturgischen Handlungen sowie über die Einführung neuer Gottesdienste zu beschließen und Gottesdienstzeiten festzusetzen,
  • über Maßnahmen zur Sicherung und Förderung nachhaltiger Beziehung zu den Gemeindemitgliedern, der kirchlichen Unterweisung (Kindergottesdienst, Religionsunterricht, Konfirmandenunterricht usw.) zu beraten und zu beschließen,
  • über den Gebrauch der kirchlichen Gebäude, vor allem über die Überlassung gottesdienstlicher Räume zu besonderen Veranstaltungen zu entscheiden,
  • mitzuwirken, dass die rechte Lehre gewahrt, die kirchliche Ordnung und christliche Sitte erhalten, das kirchliche Leben nachhaltig gefördert und die Sonn- und Feiertage geheiligt werden,
  • bei der Anwendung der Leitlinien kirchlichen Lebens mitzuwirken,
  • bei der Besetzung der Pfarrstellen mitzuwirken
  • über die Sprengelordnung in Kirchengemeinden mit mehreren Pfarrstellen mitzuberaten,
  • die Kenntnis über die diakonischen und missionarischen Aufgaben in der Gemeinde zu vertiefen, die Arbeitskreise, Dienste und Einrichtungen zu unterstützen, insbesondere christliche Liebestätigkeit und Gemeindediakonie, Männer-, Frauen- und Jugendarbeit, Eltern- und Familiendienst, kirchliche Sozialarbeit, Kirchenmusik, Volksmission, Ökumene, Äußere Mission und Diasporafürsorge zu fördern,
  • dafür zu sorgen, dass Zwistigkeiten in der Kirchengemeinde rechtzeitig und in geschwisterlicher Weise beigelegt werden,
  • für die Dienste in Kirchengemeinde und Kirche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu gewinnen,
  • sich darum zu bemühen, dass durch Gaben und freiwillige Dienstleistungen die Erfüllung der kirchlichen Aufgabe erleichtert wird,
  • wichtige kirchliche Fragen zu erörtern, insbesondere darüber zu beraten, wie grundlegende, die Kirchengemeinde berührende kirchliche Anordnungen vollzogen und neue kirchliche Einrichtungen geschaffen oder gefördert werden können.